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14. Januar 2009 3 14 /01 /Januar /2009 22:04


Der Ehre verpflichtet, vom Licht geweiht!


Aber was ist Ehre?
Gibt es diesen Begriff überhaupt noch in Azeroth?

Sicher ist es oft nicht möglich, Ehrenvoll zu handeln in einem Spiel wie World of Warcraft, trotzdem versuche ich es in bestimmten Situationen immer wieder.
Vor einiger Zeit traf ich beim Questen auf eine Blutelfe, wir schauten kurz einander an, grüßten uns und gingen wieder unserer Wege. Wenig später musste ich beobachten, wie zwei Streiter der Allianz, meine Allianz die Blutelfe überrannten, sie hatte keine Chance.

Nun ich konfrontierte natürlich die beiden ehrenlosen Helden aber als Antwort gab mir nur einer der Beiden zurück: „Wieso, die machen doch das Gleiche!“

Leider traf auch das oft zu.
Ich kniete kurz vor dem Leichnam der Blutelfe und sprach ein kleines Gebet zum Licht, danach zog ich weiter…

Als Paladin bin ich der Ehre verpflichtet, Schwache und Notleidende zu helfen, darauf habe ich geschworen. Dies bedeutete im Zweifel auch den eigenen Tod.
Auch wenn der Erzfeind die Horde ist. Haben und hatten wir doch oft denselben Gegner, der uns bedrohte und Anlass gab, Seite an Seite mit eben dieser Horde zu kämpfen…
…und zu sterben.

Aber auch ich bin Opfer gewesen.
Beim Halunkeneck im Heulenden Fjord wurde ich beim Questen überrascht. Ein Schamane der Horde attackierte mich Hinterrücks, seine Geisterwölfe kannten keine Gnade, seine Totems raubten mir Luft, verzweifelt versuchte ich mich zu schützen, den Überblick zu behalten, meine Kräfte verließen mich langsam.
Dann die Erlösung, ein befreundeter Jäger unterstützte mich und gemeinsam konnten wir den Schamanen besiegen, er sank zu Boden.
Ich bedankte mich und versorgte meine schweren Wunden.

Kurz darauf belebte sich der Schamane direkt vor meinen Augen und stärkte sich. Aber das Licht möge mich verdammen, diese unehrenhafte Kreatur des Bösen zu verschonen, bevor der Schamane sich ganz erholte, ring ich ihn nieder. Ich übte Rache aus, aber eben nur Rache, niemals greife ich ohne Grund an, auch nicht die verhasste Horde, nur zum Helfen oder zur Verteidigung, so wie es unser Codex von mir verlangte.

Auf dem Schlachtfeld
Ich handle insbesondere auf den Schlachtfeldern nach Uthers Glauben, gebe mich nicht auf und kämpfe bis zum letzten Mann (und natürlich Frau) um Hoffnung auf Sieg. Lieber sterbe ich im Gefecht, als feige die Horde zuzusehen, wie sie unser Hab und Gut, unser Land erobert. Oft gibt es dafür nur Kopfschütteln in den eigenen Reihen. Aber wofür kämpft man auf dem Schlachtfeld?
Um Ehre natürlich!
In der Schlacht gehe ich mit gutem Beispiel voran, mit Uthers Geist und dem Licht als Verbündete stoße ich gepanzert in die feindlichen Reihen, meinen zweihändigen Streitkolben einsatzbereit in roter Glut flackernd, halte für die Schwächeren meinen Kopf hin.

Für das Licht!


Inspiriert zu meinen Gedanken hat mich dieser Blogeintrag hier:
http://worldofwarcraft.mmocluster.de/index.php?blog=4437


Der ursprüngliche Paladin
14.10.2008 (Tue), 23:00 

Werte Streiter des Lichts!

Wenn man sich umschaut, was aus dem zerschlagenen Rest der Silbernen Hand geworden ist und welcher Profession sich die meisten *hust* Blutritter verschrieben haben, dann hat sich wirklich sehr viel geändert. Ich sehe viele Kameraden in schwerster Plattenrüstung, wuchtigem Einhandhammer und mannshohem Schild fernab vom Geschehen hinter dem eigentlichen Kampfgeschehen stehen und nahezu ausschließlich Heilung den kämpfenden Mitstreitern geben.

Sicher ist es nicht verkehrt sich um seine Kameraden im Kampf zu kümmern, denn wir verlassen uns ja auch auch sie. Vielleicht lag es auch daran, dass wir früher alle Seite an Seite das Heilige Licht anrufen konnten um uns selbst und andere zu stärken und heilen, aber mir ist das nie aufgefallen, dass sich über zwei Drittel von uns absichtlich etwas zurück fallen ließen um "effektiver" heilen zu können. Sollte ich mich ausschließlich darauf konzentrieren müssen in einem Kampf, dann würde ich ganz sicher auch mein Schild und meine Waffe bei Seite legen, weil diese brauche ich dafür einfach nicht. Mit den nur so vor Kraft strotzenden Kriegern sind bei den heutigen Kämpfen eben auch Priester, Druiden und Schamanen dabei, die nicht so viele schwere Sachen mit sich herumtragen müssen. Also ich empfinde es eher hinderlich die ganze Zeit das Licht anzurufen in kompletter Kampfmontur, die in etwa dem eigenen Körpergewicht entspricht.

Früher zu unseren besten Zeiten hat man uns um Schutz und Beistand gebeten. Leider auch von Königsseite her zu Vollstreckungszwecken, was letztlich unser Untergang war. Aber wenn wir heutzutage um Mithilfe gebeten werden, dann erwartet die Mehrheit von uns, dass wir uns ausschließlich auf das Heilen konzentrieren. Die Vielzahl von uns hat es mittlerweile aufgegeben sich über das hinaus einzubringen. Einige tun das sogar aus Überzeugung, verteidigen Ihre persönlichen Ansichten anstatt die Schutzlosen und streiten den noch verbliebenen Beschützern Ihre Sinnhaftigkeit wehement ab. Sind wir wirklich so eingerostet und verweifelt? Ich bin froh, dass Sir Uther das nicht mehr miterleben musste aber es stimmt mich derzeit noch trauriger als in den vergangenen zwei Jahren.

Möge das Licht Euch schützen.




Links zum Thema

Der Paladin in Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Paladin

Beschreibung bekannter Paladine in Warcraft:
http://wowforum.gamona.de/klassenforen-13/ordenshaus-der-paladine-17/ubersetzung-geschichte-namen-der-paladine-19283.html
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