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13. April 2010 2 13 /04 /April /2010 23:00

 

Eine furchtbare Finsternis ist über uns gekommen,
aber wir dürfen uns ihr nicht unterwerfen.
Wir werden die Fackeln der Tapferkeit entzünden
und uns einen Weg ins Morgenlicht bahnen.

 

Geschichtserzähler aus Avalon (Updated)

 

 

Ich schaue mir ja auch gerne andere MMOs an. Das o.g. Zitat gehört zu einer RP-Geschichte, die im DAOC-Universum angesiedelt und im AoC-Forum zu finden ist. Passt aber irgendwie auch sehr gut zum nahenden Kataklysmus...

 

Aber wer interesse an guten Geschichten hat:


Wie alles begann


Das Lagerfeuer prasselte und die Grillen zirpten im schwindenden Licht des Sonnenuntergangs am Ufer des Sees in Lyn Barfog, als der singende Troll mit seinen Erzählungen fortfuhr. Aufgerissene Firbolg-Kinderaugen und offene Kobold-Münder bestaunten das Wissen des uralten Skalden, der selbst noch erlebt hatte, von was er da sang...

 

Hier gehts weiter und viel Spaß beim schmökern! 

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26. März 2010 5 26 /03 /März /2010 18:17

"Ich liebe meinen Char Aies, weil ich mit ihm das Erlebte assoziiere, nicht das Unerlebte..."

Von mir selbst... 
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10. März 2010 3 10 /03 /März /2010 17:29

„Eigentlich eine Einstellung, die ich früher als Kind bereits hatte, aber irgendwie verlernt habe; traurig eigentlich, denn mir wird bewusst, dass man als Kind so viel besser und schöner spielen konnte, so viel unschuldiger...“

 

Auszug aus diesem Beitrag vom Holger von Jamapi:

 

Wie kaum ein Anderer schafft es Holger wieder mal, sich einmal über bestimmte Gegebenheiten Gedanken zu machen. In seinem Beitrag finde ich einige Parallelen, auch wenn ich bislang nicht „übersättigt“ bin von WoW. Was einfach an ganz anderen Konstellationen gegenüber vielen anderen Spielern liegen mag.

 

Der obige Auszug aus seinem Artikel passt auch gut zu einer von mir kürzlich erlebten Situation. Diese steht freilich nicht im Kontext zu der Thematik von Holgers Beitrag, sinnbildlich aber passt dieses Zitat sehr gut: Als Kind hat man sicherlich wirklich einiges schöner und „einfacher“ und vor allem auch unbekümmerter gespielt…

 

… wobei ich aber auch festhalten möchte, dass Kinder eben auch (positive) Egoisten sind, deren eigener Spaß oftmals über den Anderer steht. Ein Zustand, der uns „Erwachsenen“ häufig vorgeworfen wird. Aus dem Attribut Unbekümmertheit wird dann ganz schnell Rücksichtslosigkeit. Daher haben es Kinder wirklich gut, sie sind unschuldig und dementsprechend können und dürfen sie einfach schöner spielen als ein Erwachsener…

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25. Februar 2010 4 25 /02 /Februar /2010 19:57

"Bei den meisten Leuten, lohnt es sich nicht, sich um die zu bemühen; ich habe meine Pubertät erfolgreich hinter mich gebracht und ich schiebe weder bewußt noch unbewußt irgendeinen Frust vor mich hin, den ich an anderen auslassen muß."

Quelle

Seine gespielte Klasse ein Paladin aufgrund von Frust: Beleidigt!

Aufgrund seiner geschriebenen Gefühle zu den Beleidigungen: Persönlich den Menschen hinter diesen Paladin verletzt!

Aufgrund seiner Interesse an einem in WoW fehlenden Spielelement: Verhöhnt!

Von einer Person nicht enttäuscht und verletzt zu werden und letztlich nicht aus dem entsprechenden Blog geworfen zu werden: Unbezahlbar!


Mit den Zeilen dieser oben zitierten Aussage würde ich mich in Grund und Boden schämen…


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23. Februar 2010 2 23 /02 /Februar /2010 20:54

"Der Vergelter eignet sich nicht nur zum bequemen Leveln, bereits seit dem Ende von Burning Crusade ist er in jeder Gruppe eine gern gesehene Unterstützung."

 

Buffed Magazin, Ausgabe 3-4/2010

 

 

Wie fast jedes Zitat, welches hier im Blog gestellt wird, hat auch dieses einen gegenwärtigen reizthematischen Hintergrund, welches in den einschlägigen Foren und auch in Blogs teilweise mit sehr destruktiven Meinungen bis hin zu persönlichen Beleidigungen diskutiert wird, die so keinem weiterhelfen werden.

 

Die Aussage des Zitates zeigt sehr genau, wie es in der Zeit bis zum Patch 3.0 (also Ende der BC-Ära) um den Paladin gestanden hat. Nämlich nicht besonders schön für seine Spieler, er war definitiv  „Out of Balance“. Gestört hat das aber damals niemanden so wirklich, mittlerweile hat sich das geändert, der Paladin wurde mehrmals gebufft (und auch wieder generft, was viele gerne übersehen). Heute spielt sich der Paladin sehr schön, es lässt sich bequem leveln und als wohl einzige Klasse (neben dem Druiden) ist er ein echter Hybrid. Hybrid bedeutet er kann und soll alle drei Klassenfähigkeiten Tank, Heiler und Schadensverursacher in unterschiedlicher Qualität ausführen. Ein Merkmal, welches z.B. die so genannten Archeklassen (siehe hier oder Anhang) nicht beherrschen, was durchaus beabsichtigt und sinnvoll ist. Archeklassen sind Krieger, Magier, Priester und vielleicht noch Schurken. Wobei Schurken in WoW leider nicht durch ihre eigentlichen RP-Fertigkeiten (Schlösser knacken, Fallen entschärfen) glänzen können, da diese Möglichkeiten nur selten im Spiel unterstützt und gebraucht werden. Archeklassen sind die Besten in ihrem Fachgebiet. Das sollte heute, in gleichwertiger Ausrüstung und Spielerfahrung, noch genau so sein wie in Classic. Sollten diese noch in anderen Bereichen ganz oben stehen, wären sie wirklich OP, wie es so schön heißt.

 

Alle anderen Klassen haben sehr interessante Fähigkeiten, die nützlich sind und einfach Spaß machen und besitzen diverse Spezialisierungen. Einzig der Hexenmeister kann (und muss wohl) noch im Bereich der reinen Schadensverursacher angesiedelt werden. Jeder der, vor allem noch in Classic wo die einzelnen Klassen weiter voneinander entfernt gewesen sind (was auch so überwiegend akzeptiert wurde), seine Klasse gewählt hat, hat dies sicherlich (und hoffentlich) mit vielen Überlegungen getan:

 

- Will ich meinen Kopf hinhalten und meine Gruppe schützen? Spiele ich den Brecher (Krieger).

 

- Will ich der Gruppe helfen, mich im Dienst der Gruppe stellen? Spiele ich einen Priester.

 

- Will ich einzigartige Fähigkeiten haben aber auch einige Nachteile dafür im Kauf nehmen? Spiele ich einen Jäger oder Schurken.

 

- Will ich mächtig Schaden machen? Spiele ich einen Magier oder Schurken.

 

- Will ich alles können, aber dafür nichts richtig gut? Spiele ich eben einen Paladin.

 

 

Früher war WoW viel mehr auf Gruppenspiel ausgelegt, diese Spielerfahrung war aufgrund deutlicher Klassenunterschiede viel ausgeprägter, was sich im Laufe der Zeit bis heute stark verändert hat. Niemand hat sich damals einen Priester erstellt, um später unterstufige Instanzen zu soloen und niemand hat sich einen Magier erstellt, um später zu tanken, was ja glücklicherweise (bislang) nicht wirklich möglich und sinnvoll ist. Heute aber wollen Priester auf einmal genauso Schaden machen wie Magier und nicht mehr heilen oder sich auf ähnlicher Weise im Dienst der Gruppe stellen. Können (oder könnten) sie genauso viel Schaden machen wie ein Magier, wäre das aber absolut unfair gegenüber jeden Magier, da dieser z.B. nichts anderes (pragmatisch ausgedrückt) kann, außer eben richtig viel Schaden auf jeglicher Art zu machen. Er kann nicht einfach umspeccen und auf einmal den Heiler oder Tank spielen. Magier sollten und müssen immer die Top-Schadensverursacher im Spiel sein. Alle anderen Klassen mit Möglichkeit zum DD sollten weniger Schaden machen bzw. weniger Möglichkeiten zum Schaden machen haben.


Meinen Respekt haben daher alle Magier, die tapfer mit ihrer Spielsituation ausharren müssen, die ihnen nur erlaubt, Schaden zu machen. Wenn auch auf jeglicher Art. Sie haben keine andere Profession. Das weiß aber jeder Magier, wenn er diese Klasse wählt. Kein Magier würde auch nur auf die Idee kommen, herum zu jammern das sie keine Heilsprüche haben.

 

Da aber das Geschrei groß wurde mit der Zeit, da ja schließlich jeder ein Anrecht haben muss, alles zu können, wurden Klassen angeglichen. Einheitsbrei nennt man das heute, diese Bezeichnung ist in der Community genauso verteufelt wie Diskussionen um die Klassenbalance, im Zuge dieser wurde auch der Paladin aufgewertet. Er kann jetzt ganz gut tanken (nicht besser als der Krieger, denn dieser ist schließlich der „Fachmann“) sondern anders. Und er kann auf einmal richtig gut Schaden machen. Ich kann mich gut an die Diskussionen in den Foren erinnern, als Patch 3.0 aufgespielt wurde (auf dem PTR war der Paladin allerdings noch stärker). War da das Geschrei groß, auf einmal wurde der Paladin Hassbild aller anderen Klassen, was sich bis heute gehalten hat, obwohl er wieder sehr viel seiner damaligen Stärke eingebüßt hatte.

 

Dennoch macht der Paladin heute noch sehr viel Schaden, wenn auch nicht mehr als andere Klassen, die entsprechend darauf ausgelegt sind. Und ja ich habe mich damals gefreut wie viel Schaden auf einmal gemacht wurde, aber mir war bewusst das es nicht so bleiben wird. Nerfs folgten und das Geheule im Paladinforum war groß, mir hingegen war es nicht wichtig, ob ich wieder weniger Schaden machen konnte. Ich spiele den Paladin seit weit über vier Jahren aus ganz anderen Gründen, nicht um erster im Recount zu sein.

 

Es gibt genügend Stimmen, die sagen das der Paladin noch immer OP ist. Das mag richtig sein oder auch nicht. Blizzard ist gegenwärtig mit dem Paladin zufrieden, als in einem Interview sogar nach nötigen Verbesserungen und Aufwertungen von Fähigkeiten gefragt wurde, verneinte Blizzard das. Ich denke die Spielmechaniken und der Sinn von den Fähigkeiten werden sehr genau von Blizzard ausgewogen und entsprechend angepasst. So darf ein Priester auch nicht gleichwertigen (ich rede nicht von weniger) Schaden machen als ein Paladin, da der Priester als Archeklasse eine ganz andere Aufgabe besitzt wo er eindeutig der Beste ist. Andersrum darf der Paladin nicht besser heilen als der Priester (und nein, der Priester kann in Diszi-Skillung sicherlich mindestens genauso gut Einzelziele heilen als ein Paladin) oder nicht mehr Schaden machen als der Magier, oder besser tanken als der Krieger. So verstehe ich das Klassensystem im Allgemeinen und von WoW und ich denke, bei annährend gleichwertiger Rüstung und Spielverständnis ist das im praktischen Spiel auch genauso.

 

Seltsamerweise werden die guten Tankqualitäten des Paladins nicht angeprangert. Da ist es auf einmal in Ordnung, wenn der Paladin stetig verbessert und aufgewertet wird. Das liegt wahrscheinlich am Tankmangel. Auch als Tank muss der Krieger als Archeklasse der Beste ein.

 

Ich bleibe bei meiner Meinung: Kaum ein anderes MMO verfügt über eine derartige abwechselungsreiche Klassenvielfalt wie WoW. Es spielen sich wirklich nahezu alle Klassen sehr unterschiedlich. Ich spiele den Druiden nicht, weil ich ihn nicht mag, im Gegenteil er besitzt tolle Eigenschaften und ist genauso wie der Paladin ein echter Hybrid, sondern nur deshalb nicht (abgesehen von der Zeit und RP-Gründen) weil ich gerne in jeder Situation und immer alle meine Fähigkeiten und Zauber zur Verfügung haben möchte.

 

Die Klassenbalance ist im PvP auf das „Stein, Schere, Papier“- Prinzip ausgelegt. Jede Klasse hat eine Angstklasse und Klassen die einfacher zu schlagen sind. Hier können wir aber nur davon reden, dass Ausrüstung und Klassenbeherrschung gleich sein muss, um richtig vergleichen zu können. Nur wenige Spieler überhaupt dürfen sich ein Urteil bilden bzw. können es sich bilden weil sie wirklich richtig vergleichen können, da sich mehrere Klassen mit denselben Voraussetzungen (Ausrüstungsstand) spielen/ gespielt haben. Nur wenige Spieler, wie z.B. der Moderator des Paladinforums von Ingame kennen sich wirklich gut mit ihrer Klasse aus und können objektiv beurteilen, ob Nerfs oder Aufwertungen sinnvoll und gerechtfertigt sind. Paladinspieler verlangen z.B. immer wieder nach richtiger, wirksamer Gruppenheilung, um anständig heilen zu können. Ich sehe das auch wieder anders, könnten wir das auch noch so wäre die Balance und Vielfalt der Klassen wieder ein Stückchen gebrochen. Nein, bestmögliche Heilung sollte den Priestern vorbehalten sein.

 

Wir sollten dankbar sein ein so schönes Klassensystem mit den Talenten zu haben, um unsere Klassen extrem anders und unterschiedlich spielen zu können, anstatt auf andere Klassen zu schauen, was diese können. Aber Neid und Missgunst sind in unserer Gesellschaft wohl zu sehr Normalität, da sie in jeder Diskussion um ein Reizthema einkehren, in der es unweigerlich unterschiedliche Meinungen gibt. Im PvE sieht es so aus das manche Spieler der Meinung sind, sie können Dinge nicht die andere Klassen können und diese dann verurteilen. In einem Spiel, welche auf Klassen basiert, geht das leider nicht anders. Tatsächlich kann ein Priester keine ehemaligen Raidinstanzen soloen, abgesehen davon das dies kein erklärter Spielinhalt in WoW ist, geht das den anderen Archetypen genauso. Krieger und Magier haben zwar die nötige Rüstung oder Schaden, aber kaum Heilung, der Priester hingegen Heilung, aber keine Rüstung. Das muss man aber in Kauf nehmen, wenn ich eine Klasse wähle, die ansonsten die Beste ihres Faches ist.

 

Die Alternative wäre, dass alle Spieler mit denselben Voraussetzungen in Spiel gehen. Es gibt einfach hunderte Skills mit denen sich die Spieler je nach Bedarf einige aussuchen, um sich so auf das Spielelement vorzubereiten, das sie wahrnehmen möchten. Ein solches Klassenloses System hat aber sicher auch viele Nachteile, ich könnte mich nur sehr schlecht mit meinem Char identifizieren. Zudem muss sich der Spieler viel mehr Gedanken um seine Spielweise machen, da er keine „Vorgaben“ (also Klassentypische Zauber und Fähigkeiten) hat, heute für viele vielleicht schon ein Hindernis.

 

Dann beobachte ich immer wieder verschiedene Spieler, die zwar die gleiche Klasse spielen mit ähnlicher Ausrüstung, dennoch mit starken unterschiedlichem Erfolg in bestimmten Spielbereichen. Da kommt wieder die mangelnde Klassenbeherrschung, bzw. die Unfähigkeit dazu, sich auf die ganz verschiedenen und unterschiedlichen Spielsituationen anzupassen. Was hier gut war, muss dort nicht gut sein. Nur wenige Spieler können das richtig gut, ich will mich da gar nicht ausschließen. Heute wird aber diese Klassenfähigkeit auch nicht wirklich gefördert.

 

In Classic kam es noch richtig auf spielerisches Können an. Die Instanzen hatten Anspruch und aufgrund ihrer Größe waren Konzentration und Vorbereitung sehr wichtig. Dennoch sind wir damals mit der Gilde teilweise nicht optimal (aus verschiednen Gründen) in die Instanzen gegangen. Meine Stammgruppe bestand aus zwei Paladinen, ein Hexer und eine Priesterin, dazu kam meist ein Kriegertank, ein Schurke oder ein Magier. Oft sind wir also auch gänzlich ohne Tank in die Ini gegangen, denn ich war auf Vergeltung und der andere Paladin auf Holy spezialisiert, die Priesterin war Shadow. Von Dualspec war nicht einmal zu träumen. Mit anderer Klassenzusammensetzung bzw. Talentverteilung hätten wir uns auf jeden Fall einfacher, schneller und letztlich erfolgreicher durch die ganzen Endinstanzen gespielt. Aber es war uns egal, wir feierten das Spiel – nicht den Spieler und so war es gar kein Thema, ob einzelne Spieler hätten bestimmte Dinge besser machen können. Keiner hat auf die tollen Eigenschaften des anderen geschaut, keiner war neidisch…

 

… im Gegensatz zu heute, wo Fehler nur bei anderen gesucht werden.

Wer den Paladin und seine Aufgaben und Möglichkeiten aus Classic noch aktiv kennt. Weiß auch ganz genau das er mitnichten eine 2-3-Tasten-Klasse ist. Wer das behauptet, hat wirklich keine Ahnung seiner, des Paladins Spielmechanik. Aufgabe des Paladins war die Unterstützung und das Überleben der Gruppe. Dafür haben wir gute Fähigkeiten, die das Gewährleisten können. Das wird heute leider nicht mehr gebraucht und unterstützt (zumindest in den 5er Instanzen), dass ist kein Fehler der Spielmechanik, der Klasse oder dessen Spieler, sondern der Mangel an fehlende Herausforderungen, die Blizzard in diesem Bereich nicht mehr anbietet. Dementsprechend hat der Paladin sehr gute Überlebenseigenschaften auch im Solospiel, was natürlich im Spiel auch beansprucht wird.

 

Weil es eben geht. Neben dem Paladin können das aber auch sehr gut folgende Klassen: Druide, Schamane, Jäger, Todesritter und bedingt sicherlich Hexer und Frostmage.

Warum bekommt dann der Paladin nur die ganze Schelte? Dann lese ich von spielerischem Vorteil! Wie bitte? Es ist schon lustig was man so lesen kann. Einen „spielerischen Vorteil“ haben z.B. die Spieler gehabt, die einen Priester gewählt haben, weil sie immer einen Platz im Raid gefunden/ bekommen haben und so an aktuelle und richtig gute Ausrüstung gekommen sind, wozu der Paladinspieler nur sehr bedingt die Möglichkeit bekommen durfte. Heute kann sich der Paladin (bitte nicht vergessen: und auch andere Klassen!) solo Reittiere und Pets erfarmen – sicherlich ein enormer spielerischer Vorteil…

… gegenüber der Tatsache das wir gut drei Jahre zusehen durften, wie Priester mit fetter Beute aus den Dungeons marschierten.

Nein das alles liegt sicherlich im Auge des Betrachters. Genauso wie mir Raids egal waren/ sind, ist es mir heute egal, Reittiere zu erfarmen. Abgesehen vom irrsinnigen Zeitaufwand und minimaler Drop-Quote. Für meine Spielweise und Interessen im Spiel würde mir hingegen die tolle Priesterfähigkeit, übers Wasser laufen zu können, sehr weiter helfen. Heute können Reittiere schwimmen, bis dahin aber, in meinem Fall betrachtet, ein klarer spielerischer Vorteil für alle Priester. Ich aber würde nie auf die Idee kommen, das als spielerischen Vorteil dieser Klasse zu bewerten. Ich habs meiner Priesterin von damals immer gegönnt und ihr die dafür nötigen leichten Federn geschenkt.

 

Imba ist immer nur die andere Klasse – und das mag sogar stimmen, nur hat das damals keinen interessiert. Mit der Wahl der eigenen Klasse wusste man, was die anderen Spieler von einem erwarteten und was man selbst mit dieser Klasse machen und erwarten konnte. Das hat bis heute im Grunde nicht an Gültigkeit verloren…

 

 

… nun will ich aber wieder zum eigentlichen Thema und meinem Zitat zurückkommen.

 

Neue Spieler oder Twinker suchen sich eine entsprechende Klasse aus, leider ist WoW sehr stark aufs Endspiel ausgelegt, um schnell zu leveln und Höchststufe zu erreichen. Das geht mit dem Paladin zugeben sehr schnell, früher hingegen war ich letzter meiner Stammgruppe, der Stufe 60 erreicht hat, wer den Paladin noch aus Classic kennt, weiß was ich meine und wie unbequem das gewesen ist.

 

Es sind vielleicht die so genannten Reroller oder Menschen, die sich nicht die Mühe machen (wollen), sich mit der Klassenvielfalt und dessen Möglichkeiten auseinander setzen, sondern es sich so einfach wie möglich machen wollen, oder die Zielgruppe des oben genannten Magazins, die den Zorn von Mitspielern auf sich ziehen. Ob das gerechtfertigt ist muss jeder selbst entscheiden. Fakt ist das eben dieser Zorn pauschal alle Paladine betreffen kann und das ist eine Sache, die ich nie akzeptieren werde. Da bin ich froh, dass es dann doch so was wie Achievements gibt mit seinen Heldentaten. Aber auch das interessiert letztendlich die Kritiker nicht mehr…

 

Mir hätte es nichts ausgemacht, wenn es so geblieben wäre wie in Classic/ BC, weil ich bereit bin, an mich und mit meiner Klasse zu arbeiten und die Spielinhalte wahr zu nehmen, für die ich geeignet bin. Ich war das aber auch gewöhnt mit meinem Paladin. Andersherum ist es immer schlechter. Ja ich hätte es eher akzeptiert, im Spiel belächelt zu werden als arme Seele, die einen Paladin spielen „muss“, als mich heute in den Foren und Blogs beleidigen lassen zu müssen von denen, die vielleicht Klassen spielen die sich nach wie vor und schon immer die Gruppe aussuchen konnten, wenn sie wollten. Die als einziges Urteil „Priester können es sich leisten, arrogant zu sein“ zu hören bekamen, wenn sie Gruppeneinladungen ablehnten.

 

Eigentlich müsste ich mich hämisch freuen, dass ich seit gut 14 Monaten eine sehr tolle, abwechselungsreiche Klasse spielen darf (die vielen Jahre davor haben auch sehr viel Spaß gemacht, keine Frage). Das ist nicht unverdient! Allein, ich bin nicht so. Ich gönne allen ihre Erfolge im Spiel, ihre Fortschritte und ihre Meinungen. Nerft mich ruhig, es ist mir egal, denn ich versuche das Beste aus meinen Situationen zu machen…

…jeder kann und sollte sich eine Klasse aussuchen, die zu ihm passt: Der Paladin ist vielseitig, kann aber nichts perfekt, der Paladin unterstützt und schützt sich und seine Gruppe, der Paladin glaubt an das Gute…

 

Ich bin Paladin!



Edit

Lesetipp im Blog L2P von Rictus:
Dort wird noch einmal ein etwas anderer Gesichtspunkt diskutiert:

"Und hier liegt anscheinend der Hase begraben. "Warum kann der was, was ich nicht kann?" oder richtiger: wieso kann dieser Charakter etwas, was mein Charakter nicht schafft? Wie man als Mensch mit dieser Frage umgeht, liegt im Endeffekt natürlich bei jedem selbst, einer freut sich vielleicht für den anderen, der nächste ärgert sich eher darüber, dass die eigene Charakterklasse nicht gleichberechtigt behandelt wurde und ein weiterer ist vielleicht dermassen frustriert, dass damit das Fass überläuft und man alle Spieler dieser Klasse in Sippenhaft nimmt und eine Pauschalanklage vom Stapel lässt.

Alles eigentlich verständlich, wenn auch nicht immer schön. Aber viel interessanter finde ich die Frage warum es nicht sein darf, dass eine Klasse etwas leisten kann was einer anderen Klasse unmöglich ist. Und zwar vollkommen losgelöst vom spielerischen Geschick der Person, die hinter dieser Klasse sitzt. Mal sehen, ob wir etwas Licht darauf werfen können."

 

Herausheben möchte ich nur dies:

 

WoW basiert auf ein sehr individuelles und vielseitiges Klassensystem mit vordefinierten Klassen, welches von vornherein bestimmte Dinge, Funktionen, Möglichkeiten was auch immer, ausschließt.

 

Ganz klar und zu Recht kann jetzt der Einwand kommen:

"Es muss Skill entscheiden und keine Klassenvorteile..."

Dann würde ein Klassensystem wie WoW auseinanderbrechen. Würde der Shadow (sorry, aber es ist ein gutes, weil bekanntes Beispiel, deshalb kommt mir der Priester oft in den Sinn) mehr Rüssi bekommen bzw. mehr Schaden machen um z.B. ZG oder TdM abzufarmen, wie soll ich das den Magier erkären, der dann vielleicht Tank oder Heiler spielen möchte. Ganz zu schweigen von den echten Hybrids wie Druide, Paladin oder vielleicht noch Schamane. Wenn sie in allen drei Professionen mit am Besten wären, wer würde noch Priester oder Krieger spielen, wenn diese beiden Klassen weder tanken (Priester) noch heilen (Krieger)?

Nein so funktioniert kein Klassensystem. Jede Klasse hat Vorteile und Nachteile.

Skill ist im PvP noch um einiges wichtiger, deshalb versagt hier, besonders in der Arena, ein WoW so ziemlich, aber aufgrund des oben schon erwähnten
„Stein, Schere, Papier“- Prinzips gar nicht möglich, fairen PvP anbieten zu können. Hier muss umso meht das Gruppenspiel ausgeprägter sein. Wie soll ich es den Krieger erklären, dass der Priester (unabhängig der Skillung) durch die Gegnerreihen marschiert?

Nein ein Klassensytem wie das in WoW stellt die Rollenverteilung klar, welche hier aber noch besonders Felxibel ist. Mittlerweile levelt je nach Talentverteilung jede Klasse bestmöglich durch den Content, keine Klasse hat hier großartige Vorteile, besser oder wesentlich schneller zu leveln.

Versteht mich bitte richtig, ich bin immer dafür, es jeden Spielertyp - und damit jeder Klasse, Recht zu machen und möglichts viele und alle verfügbaren Inhalte zur Verfügung zu stellen, aber dennoch, sollte es im Rahmen der Möglichkeiten aller Klassen geschehen. Hybride dürfen nicht besser sein als Spezialisten, sollten sie es sein, müssen sie generft werden, egal ob Paladin oder sonst eine andere Klasse. Spezialisten müssen die Besten auf ihrem Gebiet sein, immer. Ansonsten müsste ein komplett anderen Klassensytem her, welches auf Skills und Fähigkeiten basiert, die allen Spielern zu Verfügung stehen und sich jeder Spieler selbst verteilen kann, um es seinem Spielanspruch anzupassen. So hätte keine Klasse (Klassen würde es nicht mehr geben), kein Spieler einen spielerischen Vorteil, dann würde nur "Skill" (ich bevorzuge Können) zählen. Sicherlich ein interessantes System?

Ich möchte kurz zu dem Wow-internen Erfolgssytem kommen. Da die Achievements alle Bereiche des Spiels abdecken, könnte man sagen, die Klassen, die dort vorne stehen, sind am stärksten. Nur mal bezogen auf die Möglichkeiten, die das Erfolgssystem bietet mit Ziel, maximale Punktezahl zu erreichen. Die Spieler, die das wollen, sind auf ihre Art Perfektionisten, also wählen sie ihre Klasse mit dieser Aussicht:

Unbenannt145.jpg
all Ranking (World) Quelle

Ich sehe, ein Paladin ist auf Platz 1, insgesamt 9 Paladine unter den Top 100 (folge Quelle). Es gibt 10 Klassen in WoW, ich sehe "so" nicht das Paladine eine bevorteilte Klasse sind, der Pala auf Platz 1 kann Morgen schon wieder weg sein. Und wenn, wäre es mir so ziemlich egal, auch wenn ich kein Paladin wäre. Ein Priester ist z.B. auf Platz 3, außerdem hätte ich mehr Druiden und Schamanen erwartet? Zugegeben, es ist nicht vermutlich besonders Aussagekräftig, aber sicherlich ein kleiner Anhaltspunkt, wie ausgeglichen die Klassenbalance letztendlich ist. Ohne es überprüft zu haben, wird jede der 10 Klassen 10% der Spieler (wie der Paladin) unter den Top 100 vertreten sein.

Ich kann nur für mich sprechen, ich bin mit dem Klassensytem aktuell zufrieden. Heute wie auch 2005. Und bis Patch 3.0 war der Paladin kein Geschenk. Dieses System ist interessant, es fördert das Zusammenspiel, weil jede Klasse einzigartige Fähigkeiten besitzt, es ist dennoch flexibel für die meisten Klassen, möglichst viele Rollen in einer Gruppe zu übernehmen und auch gut alleine zurecht zu kommen.

Egal was für Meinungen jeder Spieler/ jede Spielerin hat, egal wie schlecht sich manche Klassen spielen lassen, egal wie unbalanciert das Klassensytem von WoW ist, egal welche Vor - oder Nachteile ein Spieler mit seiner Klasse auch hat, egal wie OP welche Klasse auch ist:

"
...der Person (der Mensch, Anm.), die hinter dieser Klasse sitzt..."

...trägt dafür keine Verantwortung. Jede Meinung (ich rede nicht von Leistung, die ist wie immer Definitionssache) hat Anspruch auf Respekt und Würde und niemand darf für seine Klasse beleidigt, deformiert oder angeprangert werden...

... falls ich hier in diesem Beitrag beleidigend oder ungerecht gewesen bin, möchte ich mich dafür schon im Vorfeld entschuldigen. Das ist auch nur meine Meinung, jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung, aber nur auf vernüftige Art und Weise!

Danke!


Anhang Archetypus

Eine Charakterklasse repräsentiert dabei einen bestimmten Archetypus mit seinen spezifischen Vor- und Nachteilen. Da jeder Charakter nur eine Charakterklasse haben kann, wird so ein ausgewogenes Verhältnis der Fähigkeiten und Schwächen der Spielercharaktere erzwungen und die Erschaffung von allmächtigen Überhelden verhindert. Üblicherweise wählen die Spieler die Charakterklasse bei der Erschaffung des Charakters und können diese im weiteren Leben des Charakters nicht mehr ändern.

Wikipedia

Das ist zumindest auch meine Definition vom Rollenspiel/ MMO: Reinklassige Archeklassen sind die Besten, die Spezialisten ihres Faches, alles andere sind Ableger mit interessanten und einzigartigen Fähigkeiten (vorzugsweise DD, da die Gruppenkämpfe in WoW so ausgerichtet sind) oder Hybride, die natürlich nicht stärker sein dürfen, wie der Spezialist auf deinem Gebiet, sondern je nach Bedarf eine andere Rolle übernehmen kann. Wobei ich fairerweise sagen muss, das man P&P nicht auf ein MMO wie WoW ummünzen kann. Die Grundstrukturen sollten aber passen und für mich tun sie es auch.
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9. Februar 2010 2 09 /02 /Februar /2010 20:14

"Wenn ein Stallknecht schlechte Laune hat, tritt er den Hund.
Wenn ein Magier schlechte Laune hat, verschwindet eine Stadt."


Anduin Lothar, Champion des Königs in „Der letzte Wächter“

 

 

Wir Paladine misstrauen ohnehin jegliche Art von Magie, die nicht durch das heilige Licht hervorgerufen wird. Zukünftig werde ich also den nötigen Abstand zu Zauberern einhalten, besonders zu den schlecht gelaunten…

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29. Januar 2010 5 29 /01 /Januar /2010 19:53

„WoW hat momentan aus meiner “gehobenen Casual” Sicht leider einen unrühmlichen Tiefpunkt erreicht: wenn man so den durchschnittlichen WoW-Spieler mit dem durchschnittlichen…äh…20-Liter-Eimer Sand vergleicht, dann kann man folgendes feststellen:

- Eloquenz: Der Wow-Spieler wirft mit Begriffen um sich, die vermuten lassen, er habe einen Großteil seiner Tastatur bei Ebay verkauft, um seine Gamecard zu finanzieren (Beispiele: “DK-DD 3k dps lfg ICC”, “lol 3k dps l2p”) Der Eimer Sand, hält sich an das Sprichwort: “Wenn Du nichts vernünftiges zu sagen hast, sag lieber gar nichts!”
- Intelligenz: Der Eimer Sand ist zugegebener Maßen ziemlich blöde, aber er schafft es damit niemanden auf die Nerven zu gehen. Der gemeine WoW-Spieler hat vermutlich einen IQ im hohen einstelligen Bereich und lässt keine Gelegenheit ungenutzt dies zur Schau zur stellen!
- soziale Kompetenz: Der Eimer Sand ist ein Einzelgänger, nur selten sieht man ihn in Begleitung anderer Eimer oder Behältnissen! Allerdings denkt der Eimer Sand nicht in erster Linie an sich, er steht einfach da und tut niemanden etwas zu leide! Der geneigte WoW-Spieler ist zwar an häufiger Rudelbildung zu erkennen, wird im Ernstfall jedoch allen (Freunden, Gildenkollegen, auch Bruder, Schwester, Mama, Papa, ja sogar dem Papst und zur Not sich sogar selber) in den Rücken fallen, um an sein erwünschtes Item zu kommen! Hab ich erwähnt, dass dem Eimer Sand Items völlig schnurz sind?


Puh…3:0 für den Eimer Sand…“

 

Nubcakes.chaoscrash

 

 

…naja so philosophisch gesehen bin ich zumindest ein halber Eimer Sand…

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21. Januar 2010 4 21 /01 /Januar /2010 20:23

„Das schöne an der ganzen Sache ist aber, das wenn die ganzen Schreier von Heute sich ihr Spielerlebnis selber kaputt gemacht haben, gefrustet aufgehört haben, dann spiele ich noch immer voller Spaß mit meinen Chars und vielleicht, ganz vielleicht, rückt ja bis dahin eine neue Generation von Spielern an, die eben auch genau diesen Spaß sucht und auch findet.“

 

Rote Rüben


Wahre Worte...
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