Viele User beschweren sich ja dauernd, wie doch Blizzard von anderen Spielen klaut, darüber das die anderen Hersteller sich kräftig bei WoW bedienen, wird nur wenig gesprochen. WoW ist ganz klar die Referenz aller MMOs, was Interface, Bedienung und auch so manche Spielinhalte betrifft.
Aber darüber möchte ich hier gar nicht diskutieren.
Vielmehr möchte ich darauf hinweisen das „gute“ Namen oder Bezeichnungen sehr viel zur Atmosphäre beitragen. Pen&Paper-Spieler wissen, wie schwer es ist einen passenden Namen für seinen Char zu finden. Namensgeneratoren sind da manchmal eine gute Wahl.
Wie unkreativ da viele Spieler sind, kann man jedes Mal eingeloggt in WoW erleben: Shádowkiller und dergleichen zerstören ganz klar das Spielgefühl, zum Glück stumpft man da recht schnell ab. Auch bei vielen Fan-Projekten, z.B. in Mods für das Rollenspiel Morrowind fällt schlechte Namensgebung auf, was ich oft störend finde.
Da macht Blizzard glücklicherweise vieles richtig. Namen wie Arthas, Lordaeron, Uther Lichtbringer, Alterac, Fordragon, Tirion Fordring, Magni und Brann Bronzebart, Stratholme, Thrall und selbst (macht mich nieder
) Prachtmeer ist in meinen Augen entsprechend gut übersetzt, sind sehr passend und haben einen hohen Wiedererkennungswert.
Natürlich gibt’s auch immer wieder unrühmliche Übersetzungen, wie bei manchen Monstern der Fall ist.
Wer selber Geschichten schreibt, oder Abenteuer für Pen&Paper erstellt oder, so wie ich, ein eigenes Fantasie-Brettspiel entwirft, weiß wie schwer es sein kann, Namen für NPC, Städte oder Länder zu finden.
Es spricht also nichts dagegen, sich „Anregungen“ aus bereits Bestehenden zu suchen und genau das hat Blizzard wohl auch öfters gemacht, wie man leicht erkennen kann:
Namensgebung bei WoW
Mit der neuen Raidinstanz Ulduar kehrt auch einer der „Alten Götter“ zurück: Yogg-Saron
Es gibt interessante Parallelen/ Übereinstimmungen zwischen der Welt von Azathot…. äh Azeroth, z.B. mit dem Cthulhu-Mythos.
Der Cthulhu-Mythos umfasst die vom amerikanischen Schriftsteller H. P. Lovecraft und anderen Autoren der Horrorliteratur erdachten Personen, Orte, Wesenheiten und Geschichten. Wichtigster Bestandteil dieses Mythos ist das ebenfalls fiktive Buch Necronomicon, in dem die interstellaren Wesenheiten mit übernatürlichen Kräften genaustens beschrieben sind. Diese Wesen werden von Lovecraft als die „Alten“ oder die „Großen Alten“ bezeichnet. Sie stammen aus weit entfernten Teilen der Galaxie oder sogar des Universums und unterliegen keinen uns bekannten Naturgesetzen. Nach menschlichen Maßstäben verfügen sie über eine gottgleiche Macht und scheinen unsterblich zu sein.
Quelle
http://de.wikipedia.org/wiki/Cthulhu-Mythos
Parallelen Cthulhu - WoW
C'thun = Cthulhu
Yogg-Saron = Yog-Sothoth
Azeroth von Azathoth? Zufall??
Yog-Sothoth, "Der Wächter" oder auch "Das Tor", gehört zu den sogenannten Äußeren Göttern.
Ein schöner Beitrag im Blog von Herocraft:
Lore of Warcraft: Die alten Götter
Ich habe diesen Beitrag schon zweimal angekündigt, jetzt will ich ihn dann auch endlich veröffentlichen.
Blizzard bedient sich im Warcraft-Universum diverser Quellen, unter anderem der nordischen Mythologie (in Northrend deutlich zu spüren), Warhammer Fantasy Battle (das grafische Design der Klassen und Ausrüstungsgegenstände) und, im Falle der Alten Götter von Azeroth, bei H.P. Lovecraft und seinem Cthulhu-Mythos ( oder, wie der olle HPL es selbst gesagt hätte, Yog-Sothothery).
Laut Überlieferungen in Azeroth gab es fünf Alte Götter zu jener Zeit als die Titanen auf den Planeten kamen und die Welt ordneten. Die Quelle dieser Überlieferung ist das Buch "Die Alten Götter und die Ordnung von Azeroth". Der Text dieser Überlieferung lautet wie folgt:
Die Titanen bemerkten offenbar nichts von Sargeras' Absicht, ihre zahllosen Werke zu vernichten, und zogen weiter von Welt zu Welt, um ihnen Form und Ordnung zu geben, wie es ihnen rechtens erschien. Auf ihrer Reise stießen sie auf eine kleine Welt, die ihre Bewohner später Azeroth nennen sollten.
Als die Titanen über das urzeitliche Land zogen, begegnete ihnen eine Anzahl feindseliger Elementare. Diese Elementare, die ein Volk unvorstellbar böser Wesen verehrten, das nur die Alten Götter genannt wurde, schworen einen Eid, dass sie die Titanen vertreiben und ihre Welt vor der metallenen Berührung der Invasoren behüten würden.
Beunruhigt angesichts des bösen Charakters der Alten Götter, erklärte das Pantheon den Elementaren und ihren dunklen Meistern den Krieg. Die Armeen der Alten Götter wurden von den mächtigsten Offizieren der Elementare befehligt: Ragnaros der Feuerlord, Therazane die Steinmutter, Al'Akir der Windlord und Neptulon der Gezeitenjäger.
Ihre chaotischen Streitkräfte lieferten sich auf der ganzen Welt Gefechte mit den kolossalen Titanen. Zwar waren die Elementare viel mächtiger, als Sterbliche es sich ausmalen können, dennoch vermochten ihre vereinten Streitkräfte die mächtigen Titanen nicht aufzuhalten. Einer nach dem anderen fielen die Lords der Elementare und ihre Kriegsmacht löste sich auf.
Das Pantheon zerschmetterte die Zitadellen der Alten Götter und kettete die fünf bösen Gottheiten tief unter der Oberfläche der Welt an. Da die Macht der Alten Götter die Elementare nicht mehr in der materiellen Welt verankerte, wurden sie auf eine abgrundtiefe Ebene verbannt, wo sie in alle Ewigkeit unter sich bleiben sollten. Nach dem Verschwinden der Elementare beruhigte sich die Natur und eine Zeit der friedlichen Harmonie brach an. Als die Titanen sahen, dass die Gefahr gebannt war, machten sie sich an die Arbeit.
Die Titanen gaben einer Anzahl von Völkern die Fähigkeit, ihnen bei der Neugestaltung der Welt zu helfen. Damit die unauslotbaren Höhlen unter der Erde gegraben werden konnten, erschufen die Titanen die zwergenähnlichen Irdenen aus magischem, lebendem Stein. Um Meere auszuheben und Land vom Meeresboden aufsteigen zu lassen, schufen die Titanen die gigantischen, aber sanftmütigen Meeresriesen. Viele Äonen lang bewegten und formten die Titanen die Erde, bis zuletzt ein einziger perfekter Kontinent übrig blieb.
Im Zentrum dieses Kontinents schufen die Titanen einen See flimmernder Energien. Der See, den sie Brunnen der Ewigkeit nannten, sollte der Quell des Lebens dieser Welt sein. Seine kraftvollen Energien sollten die Gebeine der Welt nähren und dem Leben ermöglichen, im fruchtbaren Boden des Landes Wurzeln zu schlagen. Mit der Zeit gediehen Pflanzen, Bäume, Monster und Kreaturen jedweder Art auf dem urzeitlichen Kontinent.
Als die Dämmerung am letzten Tage ihrer Arbeit anbrach, nannten die Titanen den Kontinent Kalimdor: "Land des ewigen Sternenlichts".
Es sind uns derzeit nur die Namen von zwei Alten Göttern sicher bekannt, nämlich zum einen C'thun im Tempel von Ahn'Quiraj und zum anderen Yogg-Saron, der in Ulduar von den Titanen festgekettet wurde. Die restlichen drei (von denen, wenn man den Drachen glaubt, sowieso nur noch einer übrig ist) sind uns nicht bekannt. Aber der Spekulationen gibt es viele.
Da gibt es zum einen Hakkar den Seelenschinder. Brann Bronzebart glaubt, daß er zumindest der Sohn eines Alten Gottes ist, wenn nicht sogar ein Alter Gott selbst. Einen weiteren Hinweis darauf liefert einer der Zandalar-Trolle, der als einen seiner Titel "The Faceless One" beziehungsweise Der Gesichtslose erwähnt. So heissen ja auch die tentakelbewehrten Diener der Alten Götter wie zum Beispiel Herold Volazj oder Dunkelsprecher R'khem.
Ula-Tek, eine Göttin der Amani-Trolle (sie kommt nicht in World of Warcraft vor, aber sie wird im Warcraft-Rollenspiel erwähnt, und das ist ja bekanntlicherweise auch Kanon) ist eine weitere Anwärterin auf den Rang als Alter Gott. Sie scheint für die Amani-Trolle das Äquivalent zu Hakkar zu sein, der ja der Blutgott der Gurubashi-Trolle war. Interessanter Weise ist ihr Name eine Anspielung auf Cthulhu, umgekehrt ausgesprochen. Ausserdem wird im Film HeavyMetal in einer Epsiode ein tentakeliger Gott namens Ullatec beschworen.
Es gibt Spekulationen, daß sich unter Grim Batol ein weiterer Alter Gott befindet, dort, wo sich auch Deathwing aufhält und seine Experimente mit den Zwielichtdrachen durchführt. Daß Deathwing durch die Alten Götter korrumpiert wurde muß ich wohl nicht weiter erwähnen.
In Dunkelküste gibt es um die massiven Überreste einer kolossalen Kreatur in deren Schädel (?) eine titanische Klinge steckt (die Meistergleve) eine kleine Ansammlunge von Schattenhammer-Kultisten, welche ja nicht nur die Elemanterfürsten, sondern auch direkt die Alten Götter anbeten und immer wieder zu beschören versuchen. Diese Überreste könnten, wenn sie nicht wirklich die Überreste eines Allten Gottes sind, doch zumindest von einer Dienerkreatur der Alten Götter stammen.
Weitere Örtlichkeiten an denen Alte Götter oder deren Überreste vermutet werden sind Tirisfal, Desolace, Azshara, bzw. der Mahlstrom und in der Tiefschwarzen Grotte (die Anwesenheit der Schattenhammer-Kultisten ist jedenfalls verdächtig und Aku'mai gilt als Tier der Alten Götter).
Bestätigt sind die Erscheinung eines Alten Gottes bei der Zerstörung des Brunnens der Ewigkeit, welche zur Entstehung des Mahlstroms führte, und der Einfluss eine Alten Gotte im Smaragdgrünen Alptraum (was wiederum, bei einer Smaragdgrüner Traum-Erweiterung für WoW, auf einen erneuten Raid auf einen Alten Gott spekulieren lässt).
Warum, wenn die Alten Götter für so viel Zerstörung und Chaos verantwortlich sind, haben die Titanen sie nur eingeschlossen und nicht vernichtet? Die Antwort gibt uns wieder Brann Bronzebart. Er bekommt die Informationen vom Tribunal der Zeitalter und wir als Spieler dann ebenso. Die Alten Götter sind mit Azeroth, dem Planeten, eine symbiotische Beziehung eingegangen, sie sind mit der Welt fusioniert. Die Titanen sahen sich dadurch nicht in der Lage, die Alten Götter zu zerstören, schliesslich wollten sie die Welt, ihr neuestes Experiment, nicht zerstören. Also schlossen sie die Alten Götter unter der Erde ein und versiegelten sie (angeblich) für alle Ewigkeiten (hier haben wir dann wieder eine Verbindung zum Cthulhu-Mythos, in dem z.B. Cthulhu selbst in der unterseeischen Stadt R'lyeh tot aber träumend liegt, bis die Sterne richtig stehen).
Jetzt stellt sich die Frage, was die Titanen tun werden, wenn sie spitz kriegen, daß die sterblichen Rassen Azeroths nicht nur einen Alten Gott getötet haben (C'thun ist derzeit "offiziell tot") sondern sich daran machen, auch einem zweiten, nämlich Yogg-Saron, eventuell den gar aus zu machen? Die Antwort darauf gibt möglicherweise der optionale Boß, den man durch den Ulduar-Hardmode freispielt.
Der Warcraft-Hintergrund geht auf jeden Fall in eine spannende Phase, denn Ulduar wird wohl einiges neues hinzufügen und hoffentlich auch ein paar Geheimnisse enthüllen. Wir dürfen gespannt sein. Zumindest ich bin es jedenfalls.
Auchindoun
In World of Warcraft – BC ist Auchindoun eine uralte Begräbnisstätte der Draenei. Aber das Auchindoun auch ein reales Vorbild ist, wissen wahrscheinlich nur wenige:
AUCHINDOUN CASTLE
(gälisch achadh = Feld, dun = Befestigung), südlich von Dufftown. Die Festung wurde Mitte des 15. Jahrhunderts hoch über dem River Fiddich erbaut und ist von viel älteren, piktischen Erdanlagen umgeben. Sie war Sitz der Ogilvies und später der Gordons, und wurde 1592 von den Maclntoshs niedergebrannt. Wegen Baufälligkeit darf sie nicht betreten werden.
Quelle
http://en.wikipedia.org/wiki/Auchindoun_Castle
Umfrage:
Wie habt ihr die Namen für eure Chars ausgesucht?
Haben sie eine tiefere Bedeutung, Verbundenheit oder sind es doch eher „spontane“ Einfälle gewesen?
Ich bin gespannt…
Links zum Thema
Im Blog von Nomadenseele gibt es einige sehr interessante Beiträge zum Thema, prima recherchiert und somit sehr lesenswert! ![]()
Scholomance
Quel Delars Ruh – eine weitere Anspielung auf die Artus – Sage?
Auchindoun Castle
Der Fall Charles Dexter Ward - H.P. Lovecraft