„Bal'a dash, malanore“
Quel`Thalas wollte ich sehen. Jenem sagenhaften Land welches meine Schwestern und Brüder nach dem Fall des Brunnens der Ewigkeit gründeten, als sie von den Rest der Elfenvölker aus Kalimdor verstoßen wurden.
Quel`Thalas, die Blüte der Hochelfen. Nun Heimat der Blutelfen – Hordeland…
So zog es mich also in den Immersangwald. Als Jäger, ja als Waldläufer, war es mir ein leichtes, mich unbemerkt zu bewegen. Es gab dort sogar Lager der Nachtelfen, wo ich ruhen konnte und mir Essen und Trinken angeboten wurde. Elune sei dank!
Aber je näher ich dem Heiligtum der Sindorei, dem Sonnenbrunnen kam, umso mehr kribbelte es in meinen Körper. Ich verspürte den Drang, ja fast schon den Zwang, meine magischen Fähigkeiten einzusetzen. Ich erinnerte mich an die Magiesucht der Blutelfen. Immer wenn es meine Kräfte zuließen, kämpfte ich nur mit reiner Magie. Weder meine Bogenkünste, noch meine edle Katze Palmyra konnten dem Gerecht werden…
… dann war es soweit.
Ich stand in unmittelbarer Nähe zum Sonnenbrunnen. Bei den Göttern, wie ich so nah ran gekommen bin. Es war unbeschreiblich. Eine sagenhafte, nicht aufhaltbare Gier nach Magie machte sich in mir breit, kroch empor in alle Körperteile…
Ich bemerkte mehrere Wachen. Als Nachtelf bin ich ein Meister der Tarnung, wandte Schattenmimik an und blieb ruhig stehen. Die Blutelfen gingen sehr nah an mir vorbei, sie schienen auch ein wenig nervös zu werden, aber bemerkten mich letztendlich nicht.
Aber dann…
… eine wirklich kleine Unaufmerksamkeit ließ mich völlig aus dem Konzept bringen. Hervorgerufen durch die unglaubliche Anziehung magische Elemente.
Ein Fehltritt nur…
Ein Fehltritt und ich rutschte ins Verderben. Ich schlitterte in den magischen Sonnenbrunnen, ich konnte mich nicht halten. Nein mehr noch, ich WOLLTE mich nicht halten. Ich atmete schwer, ich…
… ich kann es nicht beschreiben. Es war herrlich! HERRLICH…
War ich Tod, ich muss im Paradies sein, oh Götter wie ich diese Magie mag…
Und jetzt habe ich den Schlamassel.
Bin blass wie eine Bleichborke. Fühle mich erhoben und arrogant…
Bin ich ein Blutelf? Was hat der Brunnen aus mir nur gemacht? Ein Blutelf?
Wie SCHÖÖÖÖN… Es ist einfach wunderbar ein erhobener, arroganter und magiesüchtiger Blutelf zu sein!
Magiesüchtig? Ich brauche Mana…
…ich meine: ICH BRAUCHE MANA!!!
Zuerst war es sehr seltsam. Ich konnte mich unter Feinden bewegen, ganz normal und harmlos. Was für eine phantastische Stadt dieses Silbermond doch ist. Schön, erhaben, stolz – wie die Blutelfen.
Ich bin Blutelf!
Wo gibt’s hier Mana? Schien ich den Wachmann zu fragen, der mich nur verständnislos anschaute, fast schon mitleidig. Mana?
Ich rannte schon fast in das nächste Gasthaus. Liebreizende Töne und Düfte füllten diesen Raum. Blutelfinnen schenkten Getränke aus, erlesene Weine, die besten in Azeroth, hieß es immer…
…ich will kein Wein.
Wie schön aber die liebliche Blutelfe ist da hinten…
Mana?
Ich wollte etwas blaues, ich konnte mein Verlangen aber nicht umschreiben und der Wirt schüttelte nur seinen Kopf. Irgendwie müssen diese Blutelfen es schaffen, ihr Verlangen zumindest ein wenig zu kontrollieren. Die liebliche Blutelfe von da hinten kam auf mich zu, zog an meinem zitternden Arm und führte mich in einen kleinen Nebenraum.
Ich wollte etwas sagen aber sie ließ mich mit einer leichten Geste merken, ich solle mich ruhig verhalten. Sie gab mir eine Bouteille mit blauer, funkelnder Flüssigkeit. Meine Augen weiteten sich. Ich wusste sofort was es war und was ich zu tun hatte. Ich schnappte nach der Flasche und riss sie auf, erschrocken wich die kleine Elfe zurück. Sofort leerte ich die Flasche, meine Augen funkelten blau…
MANA…
Ich rannte hinaus auf den offenen Höfen mit den herrlichen alten Bäumen. Natur überall in dieser schönen Stadt. Tiere? Ich wollte meine erneuerte magische Kraft anwenden, ich musste einfach…
Da, ein Eichhörnchen…
… die Wachen schienen mich gleich zu bemerken. Zu offensichtlich ging ich vor. Ich drängte mich auf Zurückhaltung und riss mich zusammen, wie ich nur konnte. Es war sehr schwer, aber es ging. Ich muss diese Magiesucht nur unter meine Kontrolle bringen – irgendwie…
Die Blutelfe aus dem Gasthaus winkte mich abermals heran. Sie würde mir etwas erzählen über Magie und wie ich sie beherrschen konnte. Ich musste gehorchen um nicht den Verstand zu verlieren. Dennoch, im Ganzen fühlte ich mich sehr wohl. Hier in Quel`Thalas…
OOC
Ephesos, der „Obelix von Azeroth“ (Nein, ich bin NICHT als Kind in den Kessel mit dem Zaubertrank gefallen) wird fortan der Horde dienen. Seine Abenteuer (und Manaprobleme
)werde ich natürlich hier im Blog stellen. Viel Vergnügen dabei, Ephesos...



